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Auf den Spuren der Römer nach Trier

Als wir, 25 Schülerinnen und Schüler des P-Seminars Latein mit unseren beiden Lehrerinnen Corinna Roß und Birgit Pauli-Wagner, am Montag, 22.07.2019 nach sechsstündiger Fahrt in der ältesten Stadt Deutschlands, Trier, ankamen, besuchten wir „auf den Spuren der Römer“ zuerst den dem Gott Merkur heiligen Tempelbezirk in Tawern. Dort gab es gleich das erste Referat eines Schülers und eine sehr interessante Führung.

Nach anschließender Ankunft im Hotel machten wir uns auf, die Stadt zu erkunden. Unter anderem besichtigten wir den Marktplatz mit dem Petrusbrunnen, dem berühmten Marktkreuz, der Steipe, dem Roten Haus sowie der Kirche St. Gangolf und das Dreikönigenhaus. Den Abend ließen wir nach einem gemeinsamen italienischen Essen entspannt ausklingen.

Der nächste Tag begann erneut mit einem Schülervortrag und einer Führung im Karl-Marx-Haus. Auf dem Weg zu den Barbarathermen und den Thermen am Viehmarkt machten wir einen kurzen Abstecher zur alten Römerbrücke in Trier. Dort erfuhren wir wiederum durch ein informatives Referat, dass diese schon drei Mal aufgebaut wurde. – Das erste Mal bereits 18 v. Chr. durch die Römer. Als wir anschließend die antiken Badeanlagen besichtigten, waren alle erstaunt, wie viel noch von diesen vorhanden war. Nach einer wohlverdienten Kaffeepause hatten wir eine spannende Erlebnisführung in der Porta Nigra, bei der wir von einem römischen Zenturio in die Arbeit am Stadttor eingeführt wurden und die Geschichte des Römischen Reiches im wahrsten Sinne des Wortes vor unseren Augen zu neuem Leben erweckt wurde.

Der heiße Mittwoch begann zum Glück im Trierer Dom, wo man sich über die kühlen Innenräume freute. Zwei Mitschüler und ein Fremdenführer informierten uns dort über die verschiedenen Epochen des Doms und der unmittelbar angrenzenden Liebfrauenkirche, welche von romanisch bis hin zu barock reichen. Nachdem sich jeder etwas zu Essen besorgen konnte, ging es weiter zum kurfürstlichen Palais im prächtigen Baustil des Rokoko, wo wir eine kleine Mittagspause bei einem Picknick in der barocken Gartenanlage einlegten und uns in schattigen Lauben etwas ausruhen konnten. Am Nachmittag erfuhren wir im Rheinischen Landesmuseum noch viel Neues über das Leben der Römer an der Mosel. Ebenfalls sahen wir in diesem Gebäude den erst 1993 von einem Hobbyarchäologen gefundenen Trierer Goldschatz aus dem 2. Jh. n. Chr., von dessen Ausmaßen und hohem Wert jeder begeistert war. Zum Abschluss dieser Tagesetappe begaben wir uns zum Amphitheater, wo wir Reste der antiken Zuschauertribüne sahen und den Keller betreten konnten, in dem einst wilde Tiere und Gladiatoren untergebracht waren, die durch ein Aufzugsystem nach oben in die Kampfarena befördert wurden. Auch am letzten Abend konnte jeder die Zeit nach einem leckeren gemeinsamen Abendessen in der „Kartoffelkiste“ frei gestalten und alle nutzten die endlich angenehmen Temperaturen, um draußen Spaß zu haben.

Der letzte Tag (25.07.2019) begann mit einem reichlichen Buffet im Hotel, dann mussten wir die Koffer packen und auschecken. Anschließend führte unser Weg zur Konstantinbasilika, die nie als Markthalle, sondern ursprünglich als kaiserliche Palastaula Konstantins und später als evangelische Kirche genutzt wurde. Danach fuhren wir mit den öffentlichen Verkehrsmitteln auf den Petrisberg, den Ort des ersten römischen Militärlagers in Trier, von wo aus wir eine wundervolle Aussicht über die ganze Stadt mit den in den Tagen zuvor besichtigten Sehenswürdigkeiten hatten. Daraufhin bildeten die Kaiserthermen die letzte Station und gleichzeitig den krönenden Abschluss dieser ereignisreichen Woche, wo jeder Zuflucht vor den hohen Temperaturen im kühlen Keller suchte. – Dort, wo einst Sklaven in schweißtreibender Arbeit für das Beheizen der Badeanlage sorgen mussten. Am frühen Abend traten wir die Reise nach Hause mit leichter Verspätung an. Obwohl nun leider die schöne Woche zu Ende war, freute sich jeder doch auch auf die bevorstehenden Ferien.

Text: Helene Hauck und Marina Müller/Bilder: Corinna Roß

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