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Exkursion in den hohen Norden

Das P-Seminar „Der Norden Deutschlands – im Spannungsfeld zwischen Ökonomie und Ökologie“ befasste sich im Ausbildungsabschnitt 11.2 mit der Planung und Organisation einer Exkursion in den Norden Deutschlands und in 11.3 kam nun endlich der langersehnte praktische Teil: Die Fahrt in den hohen Norden.

So fuhren wir am Montag, 17.09.2018, zusammen mit unserer Seminarleiterin Frau Kaiser und ihrem Mann mit dem schuleigenen Bus um 6.30 Uhr in Gaibach los. Unser erstes Reiseziel war Cuxhaven, hier konnten wir nach knapp siebenstündiger Fahrt unsere Ferienwohnung im „Haus Mühlentrift“ beziehen. Pünktlich um 14.30 Uhr starteten wir bei herrlichem Wetter unsere geplante Wattwanderung am Wattenmeer-Besucherzentrum. Bei der Wattführung entdeckten wir nicht nur Meeresbewohner, sondern stellten auch erstaunt fest, dass sich inmitten des Meeres kleinere Süßwasserquellen befinden. Einige Mutige probierten sogar das Wasser, wie auch das Seegras.

Am nächsten Tag radelten wir direkt über den Deich zum Wrack- und Fischereimuseum nach Cuxhaven. Bei einer Führung erfuhren wir von schlummernden Wracks in der Nordsee, von der Bedeutung und Verarbeitung des Fischhandels in Cuxhaven und über die harten Bedingungen, welche früher auf den Fischtrawlern herrschten. Nebenbei wurden wir belehrt, dass man einen frischen Fisch an den klaren Augen, den roten Kiemen und einem frischen Geruch erkennt. Nach unserem informativen Museumsbesuch erkundeten wir mit unseren Fahrrädern  den Deich und frischten unser Wissen über dessen Bau, Bedeutung und Bewirtschaftung auf. Bei sommerlichen Temperaturen genossen wir die Weite der Landschaft und des Meeres, bestiegen eine Aussichtsplattform im Dünenbereich und konnten von der „Alten Liebe“ aus, einer Besucherbrücke mit Ansagen über vorbeifahrende Schiffe,  das Treiben auf der am meisten befahrenen Schiffroute der Welt, bestaunen.

Am Mittwoch stand Hamburg auf unseren Plan. Auf dem Weg dorthin, besuchten wir das Klimahaus Bremerhaven. Dies ist für seine Weltreise durch alle Klimazonen entlang des achten östlichen Längengrades bekannt. Bei beeindruckenden Rauminszenierungen konnten wir Einblicke in die verschiedenen Klimazonen der Erde bekommen. Im Raum Antarktis konnten wir dies bei ca. – 8 Grad im T-Shirt wirklich hautnah erleben. Des Weiteren konnten wir im „Offshore Center“ sehen, wie ein Hochsee-Windpark entsteht, ein Aspekt aus dem Themenbereich erneuerbare Energien, die für viel Stoff für zahlreiche Diskussionen liefern.  Anschließend ging unsere Fahrt weiter nach Hamburg, mit einer Unterkunft in der Nähe des Hauptbahnhofs.

Am Donnerstag machten wir uns mit öffentlichen Verkehrsmitteln auf den Weg nach Stade. Hier hatten wir die Gelegenheit, auf all unsere Fragen zum Thema ‚Tourismus und Marketing‘ Antworten von einem Tourismusexperten zu bekommen. Nach der Fragerunde wurde uns von einem Fremdenführer themenbezogen die idyllische Stadt Stade gezeigt. Wieder zurück in Hamburg erkundeten wir noch die Elbphilharmonie und die Speicherstadt.

Bevor wir am Freitag unsere Rückreise antraten, sammelten wir noch letzte Eindrücke bei einer Hafenrundfahrt durch die Speicherstadt und den Hamburger Hafen. Nach großartigen und erlebnisreichen Tagen bei spätsommerlichen Temperaturen im „Land des Fischbrötchens“ machten wir uns wieder auf die Heimreise. Über unsere Abreise konnte sich sogar der Himmel die Tränen nicht verkneifen. Dank Frau und Herrn Kaiser kamen wir am Freitagabend wohlbehalten und mit vielen neuen Eindrücken wieder in Gaibach an.

 

 

 

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