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Feier zur Verabschiedung von OStD Wolfgang Kremer

Am Mittwoch, dem 18. Juli 2018, fand im Konstitutionssaal des Gaibacher Schlosses die offizielle Verabschiedung von OStD Wolfgang Kremer als Schulleiter statt.

Passend zum räumlichen Rahmen eröffnete das Instrumentalensemble der Klassen 6d und 7c unter der Leitung von Gerd Semle die Veranstaltung mit dem Lied „Die Gedanken sind frei“. Diese thematische Vorlage nahm der stellvertretende Schulleiter Bernhard Seißinger auf, indem er von der „guten Verfassung“ des Franken-Landschulheims sprach, das den Abschied von Herrn Kremer aber mit einer gewissen Trauer betrachte. Nach der Begrüßung der zahlreichen Ehrengäste und Mitglieder der Schulfamilie zog Herr Seißinger eine Parallele zwischen  dem scheidenden Schulleiter und dem legendären Fußballtrainer Sepp Herberger, der von seiner Mannschaft als „Boss“ bezeichnet wurde – ein Vergleich, der später noch eine Rolle spielen sollte.

 

Im Unterschied zu Herrn Seißinger sprach Landrat Florian Töpper als Vorsitzender des Zweckverbandes Bayer. Landschulheime von einem „Festnachmittag“, was beim folgenden Rückblick auf die Biografie des Herrn Kremer und seine Leistungen für das FLSH durchaus berechtigt erschien. So verwies Herr Töpper u.a. auf die zahlreichen räumlichen und technischen Veränderungen, die Aufwertung des Schlossparkes und den neuen öffentlichen Auftritt des FLSH. Besonders hob er jedoch den menschlichen Führungsstil von Herrn Kremer hervor, dem er abschließend seine Entlassungsurkunde überreichte.

 

Bei Landrätin Tamara Bischof mischte sich dann wieder ein wenig Wehmut in die Abschiedsworte, als sie Herrn Kremers Charme und Esprit hervorhob, der ihre langjährige Zusammenarbeit begleitet habe. Sie kam auf das letzte große Ereignis in seiner Dienstzeit, dem 200-jährigen Verfassungsjubiläum, zu sprechen, bei dem die gute Organisation seitens des Franken-Landschulheims manch Schwäche der außerschulischen Veranstalter ausgleichen half.

 

Recht persönlich geprägt waren die Grußworte von Monika Zeyer-Müller, der Ministerialbeauftragten für die Gymnasien in Unterfranken, die an einen langen gemeinsamen beruflichen Weg erinnerte, zu dem auch das Engagement im Philologenverband gehörte. Bei Fahrten zu entsprechenden Treffen hätten sie „die Bildungswelt in Bayern neu erfunden“. Mit Verweis auf die von Herrn Töpper genannten Anschaffungen attestierte sie Herrn Kremer eine gewisse Beharrlichkeit, und den Spagat zwischen Kollegium, Zweckverband und Schulaufsicht habe er mit Gelassenheit und „Engelsgeduld“ gemeistert. Dabei habe er sich als verständnisvoll, kooperativ und unbürokratisch erwiesen.

 

In die Zukunft gerichtet war der unterhaltsame Auftritt (oder war es doch eine Pressekonferenz?) der beiden Sportler Dominik Ruh und Wolfgang Schneider, die für die Lehrer- und Schülerschaft sprachen. Mit Hilfe einer Taktiktafel demonstrierten sie, dass der „Boss“ eine gut aufgestellte Mannschaft hinterlässt. Die gute Verfassung ihrer verschiedenen Teile erlaubt genügend taktische Veränderungen, um gegen die starke Konkurrenz im Umkreis eine stabile Abwehr aufzustellen. Aber in einem waren sich die beiden sicher: Eine Rückkehr des „Jupp Heynckes vom FLSH“ wird es nicht geben.

 

Ein anderes Bild fand der Elternbeirat, vertreten durch Silvia Stühler-Geist, Evelyn Mura und Lothar Koch, mit dem „Floß Schule“, das Herr Kremer, dessen Offenheit auch an dieser Stelle gelobt wurde, sicher gelenkt habe.

 

Es passt in das von allen Rednern gezeichnete Bild, dass Herr Kremer selbst in seinen Schlussworten das „Wir“ in den Mittelpunkt stellte. In seinem Dank an die gesamte Schulfamilie für die Zusammenarbeit hob er besonders die Damen des Sekretariats hervor sowie drei Kollegen im Ruhestand, die in seiner Zeit am FLSH eine besondere Rolle gespielt hatten: Dietrich Schmid, József Bogár und Albrecht Mehling.

Rechtzeitig aufzuhören stellte Herr Kremer in eine Reihe mit anderen richtigen Entscheidungen in seinem Leben und griff am Ende das Bild wieder auf, das er für seine Amtseinführung gewählt hatte: ein Schulleiter als Lokomotivführers des Gaibach-Zuges. Und dieser Zugführer heißt, wie Florian Töpper bereits verkünden konnte, in Zukunft Bernhard Seißinger, dem Herr Kremer seine besten Wünsche mit auf den Weg gab.

Text: Petra Sokol-Pemöller
Fotos: Helmut Kneißl

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