«

»

Beitrag drucken

Lesung über einen vergessenen Demokraten

Am Donnerstag, den 18.10.2018, stellte der Historiker und Autor Harald Parigger sein Werk „1848 – Robert Blum und die Revolution der vergessenen Demokraten“ im Konstitutionssaal im Rahmen einer Lesung für die zehnten Klassen des Gymnasiums vor. Mitveranstalter war die „Deutsche Akademie für Kinder- und Jugendliteratur“.

Um die beteiligten Schüler auf den gleichen Wissensstand zu bringen, begann Parigger mit einem kleinen Rückblick über die deutsche Verfassungsgeschichte. Der Konstitutionssaal als Veranstaltungsort war deshalb so passend gewählt, da der Saal vor etwas weniger als 200 Jahren zur Ehrung der damals eingeführten Verfassung des bayrischen Königreichs errichtet worden war. Wie der Schriftsteller erklärte, sei es für uns heutzutage nur schwer vorstellbar, was für ein wichtiger Schritt dies war, weg von der Willkür der sich auf das Gottesgnadentum berufenden Monarchen. Heute ist Deutschland ein geeinter Staat, aber bis weit ins 19. Jahrhundert hinein bestand es lediglich aus meist kleinen Fürstentümern, eingezwängt von den Vormächten Preußen und Österreich. Fortschrittlich gesonnene Menschen strebten nach Einheit, Gleichheit und Selbstbestimmung, was schließlich in die Revolution von 1848 mündete. Anhand von zwei Textabschnitten aus seinem Werk, das aus dieser Zeit erzählt, schilderte Parigger den Schülern und Schülerinnen Episoden aus dem Leben des Demokraten Robert Blum. Dieser setzte sich zur Zeit der Revolution für politischen Fortschritt ein und musste letztendlich sein Leben dafür lassen.

Den Schülerinnen und Schülern wurde in dieser mit lebendigem Vortrag gestalteten Lesung verdeutlicht, wie steinig der Weg Deutschlands zur heutigen Demokratie war. Reges Interesse am Thema und am Autor zeigte ein Teil der Schüler anschließend in persönlichen Gesprächen mit Herrn Parigger.

Text und Fotos: Mona Rückel

Permanentlink zu diesem Beitrag: http://www.flsh.de/lesung-ueber-einen-vergessenen-demokraten/