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Oberstufenschüler simulieren Europa

Im Bildungszentrum Heilligenhof (Bad Kissingen) führten zwei Oberstufenkurse des FLSH unter Anleitung von Mareike Wangemann und Thomas Altmeyer, Referenten am Bildungszentrum, ein mehrtägiges Planspiel zu Entscheidungsprozessen der Europäischen Union durch.

Der erste Tag stand im Zeichen der Informationsvermittlung über die Geschichte und Idee der EU sowie die komplizierten Entscheidungsmech­anismen zwischen den Organen der Gemeinschaft.

Mittelpunkt des zweiten Tages war das eigentliche Planspiel. Auf der Agenda stand ein Antrag Spaniens an den Ministerrat der EU, wie mit den Migrationsströmen aus Afrika umzugehen sei. Die Schülerinnen und Schüler wurden in Tandems aufgeteilt und vertraten verschiedene Länder der EU bzw. den „Hohen Vertreter der Europäischen Union für Außen- und Sicherheitspolitik“ als Sitzungsleiter. Mit Informationsmaterial bestens versorgt, argumentierten die künftigen Abiturienten aus der Sicht der ihnen zugelosten Länder. Sehr lebhaft wogte die Diskussion hin und her: Sollten die Grenzkontrollen und die Überwachung der Fluchtrouten effektiver gestaltet werden? Sollte man in der Heimat der Migranten und Flüchtlinge mit neuen Formen der Entwicklungshilfe ansetzen? Wie sollten die Geflüchteten auf die Mitgliedsländer verteilt und die finanziellen Mittel für die Maßnahmen erbracht werden? Letztere Punkte erwiesen sich – wie in der Realität – als umstrittenste Diskussionspunkte.

Am dritten Tag kam es zu konkreten Beschlüssen und zu einer abschließenden Auswertung des Planspiels. Dabei waren sich alle Mitspielenden und die begleitenden Sozialkundelehrer, Teresa Theisen und Peter Schülein, einig, dass diese Art der Wissensvermittlung eine gewinnbringende Abwechslung zum Schulalltag und zu herkömmlichen Unterrichtsmethoden bildet.

Text: Peter Schülein
Bilder: Teresa Theisen

 

 

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