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„Schnupperstudium“ im Zentrum für Psychische Gesundheit

Als aufmerksame Zuhörer und reflektierte Fragesteller offenbarten sich die 19 Schülerinnen und Schüler der Q11, die am FLSH das Profilfach Psychologie belegen. Damit bewiesen sie schon gut ein Jahr vor dem Abschluss ihrer allgemeinen Hochschulreife, dass sie diesen Anforderungen eines Studiums bestens gewachsen sind.

Gelegenheit dazu hatten sie während einer Exkursion am 02.07.19 ins Zentrum für Psychische Gesundheit der Universitätsklinik Würzburg. Ehrfürchtig lauschten sie der etwa 60-minütigen Vorlesung des leitenden Oberarztes Dr. med. Dipl.-Psych. Stefan Unterecker, der zu solchen Anlässen sonst nur Medizin- oder Psychologiestudierende empfängt. Viele Fakten präsentierte er, dargestellt durch teils komplizierte Grafiken, wissenschaftliche Statistiken und gespickt mit allerlei psychiatrischen Fachbegriffen. Dank der intensiven Vorbereitung durch Referate und thematische Vertiefungen im Psychologieunterricht rund um das Thema „Psychische Störungen“ meisterten die angehenden Abiturienten diese Herausforderung aber problemlos. Dass Stefan Unterecker während seines Vortrags dreimal einen offenbar dringenden Anruf auf seinem Nottelefon ablehnte, um ungestört mit seiner Vorlesung fortfahren zu können, beeindruckte unsere Schüler sehr. Und der Höhepunkt des Programms ließ nicht lange auf sich warten: Ein aktueller Patient aus der Klinik war mutig genug, von seiner eigenen Krankheitsgeschichte zu berichten und Fragen aus dem Publikum zu beantworten. Manche Schüler übten sich dabei trotz ihres großen Interesses in empathischer Zurückhaltung.

Doch im Zentrum für Psychische Gesundheit arbeiten nicht nur Psychiater. Auch eine junge Psychotherapeutin, eine Sozialpädagogin sowie eine Kunsttherapeutin waren offen für die Fragen unserer Schüler. So konnten berufliche Vorstellungen abgeglichen und eventuelle Vorurteile abgebaut werden. Zum Abschluss hatte der Kurs Gelegenheit, in den Räumen der Kunsttherapie mehr über diese besondere Therapieform zu erfahren. Dabei hob die Therapeutin hervor, dass Kunsttherapie deutlich vom Kunstunterricht in der Schule abzugrenzen sei. Im Schulunterricht ginge es meistens um das Ergebnis, während sich in der Kunsttherapie alles um den kreativen Prozess drehe. Anschaulich vermittelte sie, weshalb beispielsweise der Arbeit mit Ton  bei depressiven Patienten eine besondere Bedeutung zukommt.

Mit vielen Eindrücken und neuen Erkenntnissen traten die Schüler den Heimweg an – und sind vielleicht auch in ihrer beruflichen Entscheidungsfindung wieder ein Stück weiter gekommen.

Unser herzlicher Dank gilt Dr. med. Dipl.-Psych. Stefan Unterecker für den kurzweiligen Vortrag, M. Sc. Angelika Riedner für die gelungene Organisation unseres Besuchs sowie Dipl.-Psych. Anne Klenner für die spannenden Einblicke in die Kunsttherapie!

Interessiert verfolgen die Schülerinnen und Schüler die Vorlesung

Der Psychologiekurs Q11 mit kursleiterin Anja Brunner

Im Hörsaal des Zentrums für Psychische Gesundheit

Text und Fotos: Anja Brunner

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