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Schützt den Regenwald!

Heimischer Wald und tropischer Regenwald. Was gibt´s da schon zu beachten? Die achte Jahrgangsstufe unserer Außenstelle Gerolzhofen hat gelernt, dass es da doch sehr vieles gibt.

Auf der Exkursion ins Steigerwald-Zentrum bei Handthal wurden wir von unserer Geographie-Lehrerin Frau Then-Walter und unserer Klassenleiterin Frau Stern (in Vertretung von Herrn Schasching, der diese Fahrt organisiert hat) begleitet. Damit jeder alles erkunden konnte, teilten wir uns zunächst nach Klassen auf. Forstwirtschaftsmeister Günster führte die Klasse 8d erst einmal zu verschiedenen Stationen im Steigerwald, während sich unsere Parallelklasse zunächst die Ausstellung im Gebäude anschaute. Beim ersten Stopp erfuhren wir etwas über den geschichtlichen Teil unseres Waldes, wie zum Beispiel, dass er nur durch den starken Buchenbestand die letzte Eiszeit überlebt hat. Nach dieser harten Zeit, in der viele Bäume abstarben, musste der Schaden behoben werden. Hierfür waren die Tiere und der Wind verantwortlich, die die Samen der Bäume ausgetragen haben, damit der Wald sich regenerieren konnte. Heutzutage wird der Natur hierbei ein wenig geholfen. Dies ist die Aufgabe der Förster. Zum Beispiel sorgen sie dafür, dass Setzlinge an ausreichend Licht und Nährstoffe gelangen, deshalb müssen sie die größeren Bäume, die den kleineren dies wegnehmen, fällen, um den Bestand zu sichern. Auf diese Art halten sie den Wald in Schach.

Ihr habt bestimmt alle schon einmal abgestorbene Baumstämme im Wald liegen sehen. Bei unserer zweiten Haltestation erfuhren wir, wie lange es dauert, bis sich ein Baum vollständig zersetzt hat: mehrere Jahrzehnte!!

Bei dem darauffolgenden Halt erfuhren wir vieles über den Waldboden, wie zum Beispiel die Faustregel, dass in einer Hand voll Erde mehr Lebewesen als Menschen auf der Welt leben. Zudem gibt es unterschiedliche Fähigkeiten der verschiedenen Böden. Beispielsweise ist der Lehmboden schwer zu durchwurzeln, dafür nährstoffreich, wohingegen der Sandboden leicht zu durchwurzeln, jedoch nährstoffarm ist.

Spaß war bei der letzten Etappe im Wald garantiert. Hierbei erfuhren wir spielerisch am eigenen Leib, dass Monokulturen schlimme Folgen für den Wald haben können, da die verschiedenen Baumarten sich gegenseitig vor dem Aussterben schützen.

Um das neu Gelernte zu verarbeiten, legten wir erst einmal eine kurze Pause im warmen Zentrum ein.

Frisch gestärkt ging es neu ans Werk. Nun waren wir an der Reihe, die Ausstellung zu erkunden und unsere Parallelklasse in den Wald zu schicken.

Bei Theresia Hof erarbeiteten wir in Gruppen verschiedene Themen über den Regenwald, welche wir unseren Klassenkameraden am Ende vortrugen. Wir beschäftigten uns mit folgenden Dingen: der Vegetation des Regenwaldes, seinem Aufbau, Produkt- und Rohstoffgewinnung, der Herstellung von Papier, der stündlichen bzw. jährlichen Verluste des Regenwaldes und der Herstellung von Palmöl.

Nach diesem informierenden Vormittag ging es per Bus auf den Heimweg, auf welchem wir über die Worte von Herrn Günster und Frau Hof nachdachten: über nachhaltiges Verhalten, Überlegung bei Möbelkauf über Herkunft der Stücke (zum Beispiel Möbel aus heimischen Hölzern) und sparsamen Umgang mit Produkten, welche Palmöl enthalten. So können wir den Regenwald erhalten, da er quasi die Lunge der Welt ist und uns mit Sauerstoff versorgt. Denn letztendlich kann kein Lebewesen ohne ihn leben.

Text: Maja und Nina (8. Klasse)
Fotos: Gabriele Stern, Tanja Then-Walter

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