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Typisch englisch…

…war das Wetter, das uns auf der Englandfahrt, erstmalig organisiert durch den Fördererverband des FLSH, in der Zeit vom 09.06.19 bis 15.06.19 begleitete. Am 09.06.19 starteten 64 Schülerinnen und Schüler und sechs Betreuer um 7:30 Uhr von Gaibach in Richtung Broadstairs. Diese Kleinstadt liegt im Südosten von England in der Grafschaft Kent.

Für die meisten Schüler wie auch für uns Betreuern war es eine sehr aufregende und spannende Reise, da wir nicht wussten, was uns erwartete. Mit einigen Zwischenstopps, u.a bei McDonalds, und einem Fahrerwechsel bei Frankfurt erreichten wir gegen 18:30 Uhr pünktlich den Fährhafen von Calais. Die Überfahrt nach Dover verlief nach einer aufwändigen Passkontrolle problemlos, so dass wir gegen 22:30 Uhr (in England war es erst 21:30 Uhr, da es dort keine Zeitumstellung gibt) pünktlich unser Ziel erreichten. Bei der Ankunft in Broadstairs erwarteten uns nicht nur unsere Gasteltern, sondern auch typisch englischer Regen. Aufgeregt und auch ein wenig ängstlich hielten wir alle nach unserer Familien Ausschau, bei der wir in der nächsten Woche zu Hause sein würden. Wir wurden alle sehr freundlich, teilweise noch mit einem Essen, empfangen. Da es für uns bis auf einen Betreuer selbst alles neu war, wussten wir nicht, was in dieser Woche alles auf uns zukommen würde.

Am nächsten Morgen, gut gestärkt mit einem englischen Frühstück, liefen wir zur Kent School of English. Hier machten die Schüler einen Einstufungstest und die Betreuer lernten sich in einer Vorstellungsrunde kennen. Wir waren zwar nicht die einzige Schule, die zur Sprachreise aufgebrochen war, aber mit 64 Schülern die größte Gruppe. Neben Schülern aus Erlangen, Neufahrn, Freising und Bamberg trafen wir auf Gruppen aus Spanien und dieses Jahr auch auf einige russische Schüler. Bis auf den Ausflug nach London verliefen die Tage alle nach einem Schema: Von 9:00 Uhr bis 12:15 Uhr war Unterricht in Kleingruppen angesagt . Um 13:15 Uhr bzw. um 14:00 Uhr ging’s dann mit dem Nachmittagsprogramm weiter. Um 18:00 Uhr gab es Abendessen bei den Gastfamilien, so dass wir um 19:30 bzw. 20:00 Uhr gut gestärkt zu den Abendaktivitäten aufbrechen konnten. Am Montag gab es ein Broadstairsquiz, um den Ort besser kennenzulernen. Am Abend stand Barne Dance auf dem Programm, ein Countrytanz mit einer professionellen Band und einem Ansager. Am Dienstag besuchten wir Canterbury. Die Stuffs der Schule führten uns u.a. zur berühmten Kathedrale und zeigten uns einen mittelalterlichen Hinrichtungsstuhl aus der Zeit der Hexenverfolgung. Charmant und witzig erzählten sie uns, dass Ian Fleming, der Erfinder von James Bond, dort gewohnt hat und auch dort verstorben ist. Stolz informierten sie uns, dass der Schauspieler Orlando Bloom in diesem Ort geboren wurde. Danach hatten die Schüler Zeit um die Stadt auf eigene Faust zu erkunden oder das ein oder andere Souvenier zu erstehen. Am Abend stand ein Kinobesuch an. Unser Bus brachte uns nach Ramsgate, wo wir den Film „Secret Live of Pets 2“ schauten, zum Leid der Schüler (und auch uns) ohne Popcorn und Getränke. Am Mittwoch ging’s dann in aller Frühe nach London. Nach einer Bootsfahrt vom Greenwichpark stadteinwärts auf der Themse starteten wir unseren „Marathon“ mit einer Führung durch die pulsierende, aufregende und von Touristen besuchte Millionenstadt. Die Stuffs führten uns wie schon gewohnt sehr witzig und mit viel Wissen durch die City. Wir kamen an die berühmten Sehenswürdigkeiten wie z.B. den Buckingham Palace, ein wirklich faszinierendes Gebäude, das durch seine Austrahlung besticht. Des Weiteren sahen wir die Westminster Abbey, das Parlametsgebäude und den St. James Park. Die anschließenden vier Stunden waren für alle das Highlight der Reise: Shopping in London. Hierbei durfte ein Besuch bei Viktoria Secrect, Starbucks oder dem Primark nicht fehlen. Wieder begleitet durch den typisch englischen Regen kamen wir nach einem 13-stündigen Trip erschöpft und müde in den Gastfamilien an. Donnerstag ging es nach Deal, eine der einstmals quirligsten Seehandelsstädte. Hier hatten wir einmal ausschließlich Zeit, um zu bummeln oder in einem der netten, kleinen Cafes zu entspannen. Eine weitere Möglichkeit, um ein wenig Ruhe zu haben, die wir uns nach einem bis dahin straffen, aber abwechlungsreichen Programm auch mal verdient haben, ergab sich, indem man das Pier oder dem Strand entlang gelaufen ist. Am Abend ging’s dann in die Disco. Die Schüler tanzten fast alle begeistert mit. Die jüngeren Begleitpersonen von uns waren mittendrin dabei. Wir Älteren ließen es uns im nahegelegenen Pub gut gehen. Am letzten Tag stand die für Betreuer eine Fahrt nach Sandwich an. Schon auf dem Weg dorthin informierte ein historisch begeisterter Teacher über die Geschichte der Region. Am Nachmittag trafen sich alle am Strand. Bei mittlerweile schönstem Sonnenschein konnten die Kinder zwischen verschiedenen Aktivitäten wählen: Beachvolleyball, Coastwalk oder Sandburgen bauen. Am Abschlussabend gab es einen „Magicworkshop“: Hier lernten die Schülerein paar Tricks, die sie gleich in die Praxis umsetzen mussten. Am nächsten Morgen verabschiedeten sich alle ein bisschen wehmütig von den Gasteltern und deren Haustieren. Pünktlich um 7:00 Uhr begann die Heimreise.

Zusammenfassend können wir sagen, dass es eine gelungene, wenn auch zwischenzeitlich anstrengende Reise war, die leider wie im Flug verging. Wir sind uns aber sicher, dass wir den einen oder die andere im nächsten Jahr auf der Fahrt mit dem Ziel Broadstairs wiedersehen werden.

Text und Fotos: Julian Schanz, Niklas Wegner, Ingrid Waldherr, Janina Voigt, Silvia Stühler-Geist

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