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Vom Riesen im Schnee, der Stadt, die es nicht gibt und vielen weiteren kleinen magischen Momenten

Am Donnerstag, dem 23.5.2019, bekamen die Schülerinnen und Schüler der neunten Klassen, dank der Kooperation mit der Deutschen Akademie für Kinder- und Jugendliteratur mit Sitz in Volkach die Möglichkeit, von der Autorin Susan Kreller aus erster Hand zu erfahren, wie sie ein Buch schreibt. Sie las dabei aus ihrem Jugendroman „Schneeriese“, der 2015 den Deutschen Jugendliteratur Preis erhielt.

Die Autorin schaffte es mit ihrer humorvollen Art und ihrer überraschenden Offenheit, alle Jugendlichen in ihren Bann zu ziehen. Die Idee zu dem Roman kam ihr beim Stöbern in den Regalen der Universität ihrer Heimatstadt Bielefeld, in der sie sich sehr gerne aufhält. Dort fiel ihr das Märchen „Die Schneekönigin“ von Hans Christian Andersen in die Hände und sie wusste sofort, dass in ihrem neuen Roman ein Bezug zu dieser wunderbaren Geschichte bestehen sollte. Inspirationen findet Susan Kreller für ihre Bücher in der realen Welt – so gibt es das Dreitotenhaus, das in ihrem Roman eine große Rolle spielt, auch in Bielefeld. Die Stadt, die laut einer bekannten Verschwörungstheorie nicht existiert, wie sie den Schülern mit einem Augenzwinkern erklärt, bedeutet Susan Kreller sehr viel und fördert immer wieder ihre Kreativität. Das Thema der unglücklichen Liebe betrifft jeden einmal im Leben, so vermutete die Autorin und machte es sich für ihren Plot zu eigen. Schon immer war ihr der Name der Hauptprotagonistin Stella Maraun klar, dessen Klang sie einfach wunderschön fand. Sie gesteht außerdem, dass die Großmutter Misses Elderly eigentlich in Wirklichkeit die ZDF Kommissarin Bella Block ist.

Die Lesung bestätigte die Begründung der Jury, dass die Figuren authentisch erscheinen und sehr genau ausgestaltet wurden. Besonders intensiv kann sich der jugendliche Leser mit dem 1,90m großen Adrian identifizieren, der innerlich im Laufe des Romans auch zu wahrer Charaktergröße heranreift. Die deutlich erkennbare Intertextualität, aber auch die metaphernreiche Sprache macht den Jugendroman zu einem Lesevergnügen.

Text: Birgit Kederer/Bilder: Nadine Hehemann (Deutsche Akademie für Kinder- und Jugendliteratur e.V. Volkach)

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