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Wandertag am FLSH mal anders: Vorträge und Workshop für die Oberstufe

Am diesjährigen Wandertag blieben die Oberstufenschülerinnen und -schüler im Schulhaus. Dafür bekamen sie Vorträge zu verschiedenen Themen. Ganz groß wurde der derzeitigen gesellschaftlichen Diskussion um Nachhaltigkeit Rechnung getragen.

So stellten Volker und Michael Zwanziger zusammen mit Björn Schotta die Lebensvielfalt an der Volkacher Mainschleife dar, deren Natur und Artenvielfalt zukünftig geschützt werden soll: Landschaften sind weltweit großen Veränderungen ausgesetzt. So weichen z.B. immer mehr traditionell – extensive landwirtschaftliche Nutzungen vor dem Druck neuer Nutzungsformen (z.B. Biomasse für Energie oder als Futtermittel in der Fleischerzeugung) zurück. Landschaften verändern dabei ihren Charakter oft im Laufe weniger Jahre so drastisch, dass ursprüngliche und wertvolle Eigenschaften wie kulturelle und biologische Vielfalt oder auch der Erholungswert unwiederbringlich verloren gehen. Andererseits bieten neue Technologien oder auch wiederentdeckte Formen des Wirtschaftens Chancen einer nachhaltigen und verträglichen Landnutzung.

Diese Phänomene wurden am Beispiel der „Mainschleife bei Volkach“ von ca. 160 Schülern der Jahrgangsstufen 11 und 12 untersucht. Im Zentrum stand dabei die Entwicklung von Zielbildern von z.B.  Mobilitätskonzepten, Siedlungs- oder Agrarstrukturen, die sich die Schüler für eine lebenswerte und zukunftsfähige Heimat wünschen.

Die Veranstalter appellierten zudem an die Jugendlichen, ihre Heimat selbst zu erforschen und noch besser kennenzulernen. Eigene Erfahrungen und selbst erarbeitetes Wissen stellten demnach die beste Grundlage dafür dar, zu entscheiden, welche Zukunft man sich für die Mainschleife wünsche.

Den Schülern wurden die Augen geöffnet, wie man in unmittelbarer Umgebung seinen Einsatz für das Klima und die Umwelt leisten kann.

In eine ähnliche Kerbe schlug Reinhold Scheiner vom Würzburger Arbeitskreis der Stiftung „Menschen für Menschen“, der globale Zusammenhänge an zwei Beispielen erläuterte. So zeigte er den massiven Energieverbrauch der digitalen Kommunikationsmedien auf und appellierte an die Schüler, die Speichermedien im Sinne des Klimas sinnvoll zu nutzen. Andererseits erläuterte Reinhold Scheiner den Nutzen einer Aufforstung ländlicher Gebiete in Äthiopien, weil CO2 nicht nur dort gebunden wird, sondern das Klima sich weltweit durch mehr Pflanzen und Bäume verbessern kann. In seinem Vortrag stellte er gleichermaßen die Arbeit und das bislang Erreichte der Organisation „Menschen für Menschen“ dar.

Für die Schüler der Q11 ging es beim letzten Vortrag von Norman Zobel von der Würzburger Abteilung der Bundesagentur für Arbeit um deren eigene Zukunft, denn er stellte die „Wege nach dem Abitur“ vor. Studium und Ausbildung wurden differenziert in ihren Chancen und Risiken präsentiert, sodass die Schüler nachhaltig für die Zukunft informiert worden sind.

Text: Marco König, Carina Pabst und Volker Zwanziger

Bilder: Carina Pabst, Björn Schotta

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