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Wenn der Feuerwehr das Wasser ausgeht – Schulfeuerwehr Gaibach wappnet sich für den Extremfall

Es brennt. Die Flammen schlagen um sich und drohen auf andere Gebäude überzugreifen. Die Feuerwehr ist vor Ort, legt immer weitere Schläuche aus, doch es kommt kein Wasser mehr aus den Hydranten. Ein Horrorszenario…

…und doch eines, das gerade in kleineren Dörfern durchaus realistisch ist. Mit dieser Situation beschäftigte sich die Schulfeuerwehr des Gymnasiums Gaibach bei ihrer wöchentlichen Übung am 12.03.2020. An diesem Tag fuhren sie mit Lehrer Thomas Morche, dem Leiter der Schulfeuerwehr, im schuleigenen Feuerwehrauto in dessen Heimatdorf Brück. Die Gemeinde mit 200 Einwohnern ist, wie viele weitere Gemeinden auch, an das Fernwassernetz angeschlossen. Die Feuerwehr kann hier maximal drei C-Strahlrohre anschließen und betreiben, für mehr reicht das Wasser im Normalbetrieb nicht aus. Bei einem großen Brand, z.B. einem Scheunenbrand, würde diese Menge nicht ausreichen. In diesem Fall müssen die Ventile beim sogenannten Übergabeschacht geöffnet werden. Dies ist ein unterirdischer bunkerartiger Raum, in dem die Wasserleitungen Richtung Dorf von der Fernwasserleitung abzweigen. Diesen besuchten die jungen Feuerwehrler mit ihrem Leiter und erhielten hier eine Einführung über die Handhabung im Ernstfall. Aufgeklärt wurden sie hier auch über die großen Risiken bei diesem Vorgehen. Möglich ist ein starker Druckanstieg in den Leitungen des Dorfes, was zu ungewollten Wasserrohrbrüchen und damit immensen Schäden führen kann. Begleitet wurde die Gruppe von Gisbert Wagner, dem ehemaligen Feuerwehrchef der Schule, der die Feuerwehr auch als Pensionär dankenswerterweise immer noch unterstützt!

Text und Bild: Thomas Morche

 

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