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Die Lehr:werkstatt – ein erfolgreiches Projekt

Augenscheinlich verstand sich das Team der Lehr:werkstatt am FLSH (Benedikt Behringer und Anna Schlachter) besonders gut.

 

Vielleicht haben sich manche Schüler*innen gewundert, als in der ersten Stunde des neuen Schuljahres der Mathematik- und Lateinlehrer Benedikt Behringer mit einer Begleiterin in das Klassenzimmer kam. Diese möchte sich in den folgenden Zeilen kurz selbst vorstellen:

Ich heiße Anna Schlachter und studiere Gymnasiallehramt mit der gleichen Fächerkombination im vierten Semester an der Universität Würzburg. Seit einigen Jahren gibt es das freiwillige Praktikumsprojekt „Lehr:werkstatt“, bei dem ein Tandem aus einer Lehramtsstudierenden oder einem Lehramtsstudierenden – genannt Lehr:werker*in – und einer Lehrkraft – genannt Lehr:mentor*in – gebildet wird. Der/die Lehr:werker*in begleitet den/die Lehr:mentor*in über ein Schuljahr hinweg in allen Klassen. Die Lehr:werkstatt ist in vier Abschnitte aufgeteilt: zwei Block- und zwei studienbegleitende Phasen. Während der vorlesungsfreien Zeit war ich jeden Tag in der Schule, während des Semesters an mindestens einem Tag in der Woche. Besonders in den Blockphasen habe ich verstärkt Stunden selbst gehalten. So konnte ich einen frühen und realistischen Einblick in mein künftiges Berufsfeld gewinnen, der weit über die Möglichkeiten der Pflichtpraktika hinausgeht. Die jeweilige Hochschule betreut die Teilnehmenden und bietet Unterstützungsformate. Zum einen reflektieren die Lehr:werker*innen ihre Erfahrungen in einem Begleitseminar an der Universität. Zum anderen wird die Praxisphase durch Kompetenzworkshops ergänzt, um die Lehr:werker*innen besser auf die Herausforderungen des Lehrerberufs vorzubereiten und den Lehr:mentor*innen neue didaktisch-methodische Impulse zu geben. So ging es in drei digitalen Workshops um Teamteaching, interaktive Videos sowie Rechtsextremismus und Verschwörungstheorien in Zeiten von COVID-19.

In diesem Schuljahr stellte dieses Projekt mit den verschiedenen Unterrichtsformen (Präsenz-, Wechsel- und Distanzunterricht) für Anna Schlachter eine Chance für ganz besondere Einblicke in ihr späteres Berufsfeld dar. Aber auch für den Lehr:mentor zeigte sich durch die gute Zusammenarbeit in vielfältiger Weise der Mehrwert dieses Projekts:

Als Lehr:mentor hatte ich durch die intensive Tandemarbeit die Möglichkeit, neue Methoden und Handlungsweisen zu erproben. Außerdem konnte ich den Unterricht stärker binnendifferenzieren und individualisieren, wodurch gerade in Pandemie-Zeiten mögliche Lernrückstände zeitnäher erkannt und behoben werden konnten – also eine Win-win-Situation für alle Beteiligten.

Schließlich bekam ich durch einen Perspektivwechsel während Anna Schlachters Unterrichtsstunden einen anderen Blick auf die Lerngruppen. Zusammenfassend kann ich deshalb die Lehr:werkstatt sowohl Studierenden für ihren späteren Beruf als auch Lehrkräften als Bereicherung für den eigenen Unterricht sehr empfehlen.

Text: Benedikt Behringer, Anna Schlachter

Bild: Stefanie Lange

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