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Entlassung der Abiturient*innen – „Mit Abstand die Besten“

In diesem Schuljahr durfte der Abiturjahrgang eine besondere Entlassungsfeier erleben. Der Schlosshof des Internats diente als herrliche Kulisse für die Verabschiedung der Abiturient*innen am Franken-Landschulheim Schloss Gaibach. In Begleitung ihrer Eltern erhielten die Absolvent*innen unter Wahrung aller notwendigen Schutz- und Hygienemaßnahmen das Zeugnis der allgemeinen Hochschulreife überreicht.

Die Zeremonie startete im Platanenhof mit einem von Religionslehrer Gottfried Schemm und den Schüler*innen des Abiturjahrgangs feierlich gestalteten Abschlussgottesdienst. Neben der Lehrerband unter Leitung von Egbert Engelmann sorgten dabei auch die Abiturientinnen Sophia, Pia und Hanna für eine musikalische Umrahmung. Im Anschluss hieß der Schulleiter Bernhard Seißinger mit seinen Begrüßungsworten die 78 Abiturient*innen, ihre Eltern, die Lehrkräfte und die angereisten Ehrengäste mit der Landrätin Tamara Bischof an der Spitze willkommen. In seiner Ansprache griff er die Abkürzung des Schulnamens „FLSH“ auf und attestierte den Schüler*innen ein hohes Maß an Flexibilität und an Leistungsfähigkeit im Rahmen der Corona-Sicherheitsbestimmungen bis hin zum Höhepunkt, den Abiturprüfungen. Das sehr gute Gesamtergebnis, sogar das Beste in der bisherigen Geschichte der Schule, und die herausragenden Leistungen der 15 Schüler*innen mit der Note 1 im Abiturzeugnis, seien in diesem von Corona so geprägten Jahrgang besonders hervorzuheben. Abschließend animierte er den Jahrgang, sich den neuen Herausforderungen zu stellen.

Landrätin Tamara Bischof freute sich über die festliche Stimmung der Veranstaltung und lobte den Mut der Schule, diese im Platanenhof des Schlosses auszurichten. Sie würdigte die hervorragenden Abiturergebnisse und forderte die Schüler*innen auf, sich für die Gesellschaft zu engagieren und nötige Veränderungen nachdrücklich einzufordern. Die Festansprache seitens der Lehrkräfte hielt Mareike Klein. Sie verglich die Schul- und Kollegstufenzeit mit einer Rundwanderung um das Gaibacher Schlossgelände hoch zur Konstitutionssäule. Die Steine bzw. Felsen auf diesem Weg symbolisierten die vielen Einschränkungen, Besonderheiten und Hürden der Coronazeit. Die Abiturient*innen legten so eine vielfältige „Steinesammlung“ sozialer und persönlicher Kompetenzen an, die sie von anderen Jahrgängen abhebt. Man könne ihr Abiturmotto „Mit Abstand die Besten“ um den Zusatz ergänzen: „Sie haben das Beste daraus gemacht“. Für ihren weiteren Lebensweg ermutigte sie die Abiturient*innen, bei ihren Schritten außerhalb der Schule nicht aufzugeben und ihre Chance zu nutzen, die Welt zu verändern. Anschließend blickte Oberstufenkoordinator Helmut Kneißl auf die beiden sehr bewegten Jahre der Qualifikationsphase voll Unwägbarkeiten und ständigen Veränderungen zurück und dankte allen Mitgliedern der Schulfamilie für ihren Einsatz, ihr Durchhaltevermögen und ihre Flexibilität auf dem Weg zum erfolgreichen Abitur. Zudem wünschte er den Abiturient*innen, ihre Talente in die Gesellschaft einbringen und auch in scheinbar schlechten Zeiten positiv nach vorne blicken zu können. Dabei seien sie zu jeder Zeit als Teil der Schulfamilie in Gaibach herzlich willkommen.

Nach der Aushändigung der Abiturzeugnisse durch die Landrätin Tamara Bischof ehrte Robert Scheller als Vorsitzender des Fördererverbandes die Jahrgangsbesten Luis, Jacqueline, Carolin, Sofia, Jule, Leonie, Pia, Soraya, Laura, Marie, Peter, Franziska, Philipp, Marlies und Hanna. Laura und Peter wurden für sehr gute Abiturleistungen im Fach Mathematik ausgezeichnet und erhielten den DMV-Preis aus den Händen der Kursleiter Anja Schubert und Benedikt Behringer. Laura konnte sich außerdem über den Zukunftspreis Biologie, übergeben vom Kursleiter Franco del Vecchio, freuen. Thomas Morche übergab den Preis der Deutschen Physikalischen Gesellschaft für sehr gute Leistungen im Fach Physik an die Abiturientin Soraya. Im Bereich der Naturwissenschaften wurde zudem Luis für die beste Abiturleistung im Fach Chemie mit einem Gutschein bedacht. Für die Stadt Gerolzhofen überreichte der Zweite Bürgermeister Erich Servatius den deutsch-französischen Partnerschaftspreis für die beste Gesamtleistung im Fach Französisch an die beiden Schülerinnen Anna-Maria und Carolin und erinnerte in seiner Ansprache an die Bedeutung der deutsch-französischen Freundschaft. Frau Wägerle-Drescher von der Raiffeisenbank Volkach Mainschleife Wiesentheid e.V. ehrte anschließend Jule für die beste Gesamtleistung im Fach Wirtschaft und Recht mit dem Genossenschaftspreis, ehe Sparkassenleiter Wolfang Kober den Preis der Sparkasse Mainfranken Würzburg für die beste Abiturleistung im Fach Deutsch an Hanna überreichte. Diese bekam auch den Wilhelm-Josef-Behr-Preis der Stadt Volkach für die beste Gesamtleistung im Fach Geschichte aus den Händen von Heiko Bäuerlein, dem Ersten Bürgermeister der Stadt Volkach. Der Kursleiter Dominik Ruh bedachte zudem Jacqueline mit einem Buchgeschenk der Bücherblume aus Volkach für die beste Gesamtleistung im Fach Englisch. Durch die Übergabe der Ehrennadel des Deutschen Altphilologenverbandes würdigte Birgit Pauli-Wagner die Abiturientin Sofia für die beste Leistung im Fach Latein. Auch der Main-Post-Preis für die beste Abiturleistung im Fach Deutsch wurde aus den Händen der Kursleiterin Gabriele Stern an Sofia überreicht. Weitere Preise gingen an Jule für sehr gute praktische Leistungen im Fach Kunst und an Anna als Auszeichnung für sportliche Leistungen, Engagement und Fair-Play.

Internatsleiter Ralf Behr richtete seine Grußworte an die Internatsschüler*innen aus den Reihen der Abiturient*innen. Dabei ehrte er Dominik und Leonhard für ihre langjährige Treue zum Internat und Yannick für seine Tätigkeit als Internatssprecher. Rong, Yining und Zichuan wurden abschließend für ihr Mitwirken in der Internatsband mit einem Geschenk bedacht. Die Rede der Schüler*innen wurde von Anika vorgetragen. Sie blickte auf die beiden letzten Jahre des persönlichen Wandels und den „Freifahrtschein für die niemals enden wollende Corona-Achterbahn“ zurück. Dabei bedankte sie sich bei allen Mitgliedern der Schulfamilie und besonders bei den beiden Oberstufenkoordinatoren für das immense Arbeitspensum und die Resilienz im Sinne des schulischen Wohlergehens des Abschlussjahrgangs. Am Ende ihrer bewegenden Rede forderte sie ihre Mitschüler*innen auf, eine Welt „voller Selbstbestimmung, Freiheit, Gerechtigkeit, Toleranz, Akzeptanz sowie respektvollem Umgang gegenüber Mitmenschen, anderen Lebewesen und unserem Planeten“ zu erschaffen und wünschte ihnen mit einer Regenbogenfahne in den Händen von Herzen alles Gute für die Zukunft.

Text: Helmut Kneißl; Bilder: Graf, Anika

 

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