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„Menschen für Menschen“ – Was die Aufforstung in Äthiopien mit unserem Leben zu tun hat

Die Schüler*innen Q11 staunten nicht wenig, als Reinhold Scheiner, der Leiter des Arbeitskreises der Stiftung „Menschen für Menschen“ in Würzburg, ihnen in einem Vortrag vermittelte, dass sogar die Aufforstung von länger brachliegenden Gegenden in Äthiopien nicht nur den Menschen vor Ort hilft, sondern global gesehen das Klima und letztlich den Wohlstand verbessern kann.

Dazu stellte Reinhold Scheiner zunächst die positiven wie negativen Effekte der sich stetig weiter entwickelnden Technisierung dar, die neben den Chancen massiv Ressourcen verbraucht. Darunter leidet auch das Klima. Obwohl es den Menschen seit Studien des Club of Rome bekannt ist, dass Wachstum den Preis hat, das weltweite Klima zu belasten, wie es das Buch Die Grenzen des Wachstums (1972) bereits aufgezeigt hat, wird diese Problematik von Politik und Gesellschaft weltweit verdrängt, weil niemand verzichten will.

Weil auch die Menschen in Afrika – wie am Beispiel von Äthiopien gezeigt wird – über moderne Medien mitbekommen, wie es anderen Menschen besser geht, wollen sie ebenfalls am Wohlstand teilhaben. Die Stiftung „Menschen für Menschen“ setzt hier an, denn die Bevölkerung in den von ihr betreuten Gebieten erfährt Hilfe zur Selbsthilfe. Die betroffenen Menschen werden v. a. in den Bereichen Gesundheit, Ernährung und Bildung gestärkt und haben somit keine Veranlassung, ihre Heimatländer zu verlassen. Gerade die Aufforstung ist an dieser Stelle, so Reinhold Scheiner, ein gelungenes Beispiel, trägt sie doch sowohl zur Gesundung des Bodens als Wasserspeicher bei wie zur Reinigung der Luft, indem CO2 gebunden und Sauerstoff erzeugt wird, und zwar nicht nur für diese Region, sondern für das gesamte Klima der Erde.

Die Schülerinnen und Schüler erfahren in diesem Vortrag einerseits, dass sie selbst etwas tun können, um den Klimawandel zu stoppen, und auch, dass Hilfen für noch so ferne Länder nicht nur regionale, sondern globale Bedeutung haben können.

Nach Ende des Vortrages konnten Jahrgangsstufensprecher*innen zusammen mit dem Oberstufenkoordinator Marco König einen Scheck im Wert von 500 Euro an die Stiftung „Menschen für Menschen“ übergeben – ein Betrag, der trotz der schwierigen Coronasituation bei verschiedenen Aktionen der Schule gesammelt wurde.

Die Jahrgangsstufensprecher*innen überreichen zusammen mit Oberstufenkoordinator Marco König dem Leiter des Arbeitskreises der Stiftung “Menschen für Menschen” in Würzburg, Reinhold Scheiner (hinten Mitte), einen Scheck über 500 Euro.

Text: Marco König/Bild: Helmut Kneißl

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