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Schwein gehabt – die 5. Klassen aus Geo besuchen das LVFZ

An diesem Montag machten sich die 5. Klassen des Gymnasiums in Gerolzhofen auf zum LVFZ – dem Lehr-, Versuchs- und Fachzentrum für Schweinehaltung in Schwarzenau.

Dort werden nicht nur bayernweit Landwirte aus- und weitergebildet, sondern auch etwa 2.500 Schweine gehalten, mit denen  Fütterung, Haltung und Zucht weiter erforscht werden. Zudem gehören zum Betrieb 280 Hektar Ackerland, wo Futtermittel für die Schweine produziert und die anfallende Gülle verarbeitet wird.

Der im Rahmen des Geographieunterrichts organisierte Exkursionstag gliederte sich in zwei Teile, wobei der Schweinestall und der agrarökologische Lehrpfad von den beiden Klassen in jeweils umgekehrter Reihenfolge besucht wurden. Der Lehrpfad zeigt, mit welchen Bewirtschaftungsmaßnahmen Landwirte zum Erhalt vielfältiger Lebensräume für Tiere und Pflanzen beitragen können. Unter fachkundiger Führung durch den Betriebsleiter Herrn Röther wurden Themen wie Blühstreifen, Brachflächen und Bodenschutz besprochen und gleichzeitig einige Pflanzen des parallel verlaufenden Gehölzlehrpfades kommentiert.

Nach einem kurzen Vortrag und einer wohlverdienten Stärkung mit Wienerle, Brötchen und einem Getränk ging es in den Schweinestall. Dafür muss man jedoch Arbeitsoverall und Gummistiefel tragen – was für einiges Gelächter sorgte, da die Landwirte üblicherweise um einiges größer sind als unsere Fünftklässler (und ihre Lehrer ;-)). Nachdem Stiefel und Hände desinfiziert waren, durften wir endlich in den Stall – und dort sogar die Ferkel auf den Arm nehmen und streicheln! Etwas Mitleid hatten wir mit den Muttersauen, die in den ersten vier Wochen nach dem Abferkeln in sogenannten Abferkelbuchten gehalten werden, in denen sie zur Sicherheit der Jungtiere sowie des Personals relativ bewegungsunfähig fixiert sind. Während die kleinen Ferkel, die mit einem Gewicht von ca. 1,5 Kilo auf die Welt kommen, von allen als sehr putzig empfunden wurden, erforderte es schon einigen Mut, sich im nächsten Stall in die Buchten der größeren und sehr aufdringlichen Ferkel zu begeben. Im Stall der bis zu 150 Kilo schweren Sauen, die mit lautstarkem Grunzen gegen die Störung ihres Mittagsschlafs protestierten, flohen schließlich einige sehr schnell wieder Richtung Ausgang. Zum Abschluss konnten wir noch die vielfältigen Bestandteile des Schweinefutters untersuchen, wobei einige sich nicht von einer Kostprobe abbringen ließen.

Vielen Dank an Herrn Stöckinger und das ganze Team des LVFZ für die Organisation dieses interessanten und kurzweiligen Tages!

Text: Elke Schliermann
Fotos: Martin Reisinger und Elke Schliermann

 

 

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