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Studienfahrt Barcelona

An dieser Stelle berichten wir über die Studienfahrt nach Barcelona von 13.07.19 bis 20.07.19

Sonntag, 14.07.19 – Tag 1: Wir wollten hoch hinaus…

Gestern ging es endlich los auf die diesjährige Studienfahrt nach Barcelona. Als um 17:00 Uhr der Bus geöffnet wurde, ging gleich mal ein Hunger–Games–artiges Jagen nach den besten Plätzen los. Wenig später hatten sich alle in ihren Sitzen eingenistet, um das Beste aus der wenig ergonomischen Situation zu machen, in der sie die nächsten 19 Stunden verweilen sollten. Glücklicherweise verlief die Busfahrt bis auf einen kleinen Umweg direkt in der Großstadt Gerolzhofen und im Gaibacher Ballungsraum sehr gut. Auch Barcelona bot uns gleich von Anfang an malerische Aussichten und interessante Architektur.

Als wir endlich im Hostel in Barcelona ankamen, sogar vor dem Zeitplan, waren wir froh, mehr Zeit zum Ausruhen auf den Zimmern zu haben. Jedoch wurden wir bald mit dem Fakt konfrontiert, dass unsere Zimmer noch nicht bereit waren. Dies sollte bis ca. 14:00 Uhr wohl noch so bleiben. Mit schweren Rucksäcken schlugen wir nun also die Zeit tot und warteten. Die letzten Zimmer konnten sogar erst um 15:00 Uhr bezogen werden. Somit blieb eine geschlagene halbe Stunde, um sich zu duschen und umzuziehen. Und das in einem sehr kleinen Zimmer für acht Leute! Doch dieses Hindernis würde sich später nur als „Amuse–Bouche“ herausstellen, dem ein ganzes Fünf-Gänge-Menü an Herausforderungen folgen würde…

Der Plan war nun eigentlich, unsere kurze Freizeit auf der Dachterrasse zu verbringen. Aufgrund leichter Fehlkalkulationen war der Aufzug, in welchem sämtliche Lehrer sowie einige Schüler sich befanden, jedoch überfüllt und blieb prompt stecken. Die Reaktionen waren gemischt: Während die Atmosphäre im Aufzug einer finnischen Sauna gemischt mit einer Sardinenbüchse gleichkam, versuchten alle anderen, irgendwie Hilfe zu holen. Jedoch stießen wir hier auf eine knallharte Sprachbarriere, welche uns aber nicht daran hindern konnte, bald alle wieder zu retten.

Inzwischen hatte es denn auch wieder aufgehört zu regnen und wir machten uns erleichtert, aber immer noch mit Schock in den Knochen, auf zum Montjuïc, einem unserer Meinung nach viel zu hohen Berg, welchen wir zu Fuß erklommen, anstatt die gemütliche Gondel zu nehmen (Kommentar Hr. Aulbach: „Skandal!!!!“). Doch schon bei der U–Bahn, die uns zum Fuß des Berges bringen sollte, erwartete uns das nächste Problem: Zwei Schüler konnten aufgrund der schnell schließenden Türen die Metro nicht verlassen, und mussten uns dann in Begleitung von Frau Schliermann erst wieder einholen. Wir verdienten uns in der schwülen Hitze Barcelonas wahrlich die atemberaubende Aussicht, die uns vor dem Castell de Montjuïc geboten wurde. Jedoch hatten wir dort nicht allzu viel Zeit und machten uns schon bald wieder zum Abstieg auf. Aufgrund schlecht ausgeschilderter Wege wurde dieser etwas länger, wodurch wir jedoch tolle Ausblicke nicht nur auf Barcelona, sondern auch auf das Olympische Stadium von 1992 erhaschen konnten.

Als wir verschwitzt, müde und einfach rundum fertig endlich – eine halbe Stunde später als geplant – am Hostel ankamen, waren wir alle einfach so hungrig, dass an diesem Punkt alles lecker gewesen wäre. Nach dem kulinarisch durchaus annehmbaren Abendessen chillten alle entweder an der Bar, im Zimmer oder erkundeten auf eigene Faust noch etwas die Stadt – in Vorfreude auf die morgige Freizeit am Strand.

Text: Hanna, Annabel, Franziska, Luisa (Q11)
Bilder: Matthias Aulbach, Tina, Yannik, Julian (Q11)

Montag, 15.07.19 – Tag 2: Wamos ala bleia… – aber nicht nur!

Heute fuhren wir nach dem Frühstück etwa eine Stunde mit dem Bus nach Tossa de Mar. Unterwegs bereitete uns Frau Schliermann-Kraus schon mit einigen historischen Informationen auf den heutigen Tag vor. Dort angekommen gingen wir zunächst gemeinsam an den Strand und konnten in Kleingruppen die Stadt erkunden. Einige nahmen die Gelegenheit wahr, typisch spanisches Essen zu kosten. Danach bestiegen wir zusammen den Berg, auf dem die von einer beeindruckenden mittelalterlichen Stadtmauer umgebene Altstadt liegt, besichtigten den Leuchtturm und genossen die schöne Aussicht auf das Meer. Erst nachdem wir auch noch die Ruinen eines römischen Landhauses besichtigt hatten, ging es zur Freude der ganzen Gruppe endlich wieder an den Strand, an dem wir wohlverdient zur Abkühlung ins Meer sprangen und ein bisschen schwammen. Anschließend folgte der entspannte Teil des Tages mit Musik und Sonnenbaden.

Nach dem Abendessen im Hostel brachen wir zu einem gemeinsamen Abendspaziergang über die berühmte Einkaufsmeile La Rambla auf. An der Küste angekommen verbrachten wir dort auf eigene Faust einige Zeit am Hafen. Auf Grund von Verspätungen im öffentlichen Nahverkehr erreichten wir erst gegen Mitternacht das Hostel und ließen uns sofort erschöpft und zufrieden in unsere Betten fallen.

Text: Julia, Laura, Julian, Noah (Q11)

Bilder: Anja Schubert, Elke Schliermann, Matthias Aulbach, Luisa, Luisa, Alina, Julian (Q11)

Dienstag, 16.07.19 – Tag 3: Kultur pur – und Macarena am Strand

Für einige gehört der freiwillige morgendliche Sport mit Herrn Aulbach bereits zur Routine – die meisten jedoch freuen sich nach und vor den prall gefüllten Tagen unserer Barcelonafahrt über jede weitere Minute im Bett. Heute machten wir uns nach dem gemeinsamen Frühstück mit dem Bus auf zum berühmten Park Güell, wo wir uns in Kleingruppen aufteilten, um die eindrucksvollen Jugendstil-Bauwerke von Antonio Gaudí auf eigene Faust zu erkunden.

Später versammelten wir uns und teilten uns in zwei Gruppen auf, eine zügige und eine gemütlichere. Während sich die Gruppe unter Führung von Frau Schliermann-Kraus und Herrn Aulbach also schnellen Schrittes auf den Weg machte, gingen Frau Seberich-Düll und Frau Schubert das Ganze mit ihrer Gruppe gelassen an, mit häufigeren Pausen – auf unseren Wunsch hin sogar auf dem Spielplatz 😉 Nichtsdestotrotz kamen alle Schüler nach teilweise sehr abenteuerlichen Wegen abseits der Kartenanweisungen an ihrem Ziel an: dem Turó de la Rovira – ein Aussichtspunkt, von dem aus man ganz Barcelona und Umgebung überblicken kann. Anschließend hatte die schnellere Gruppe bis 14:30 Uhr Zeit, bevor sie, ausgestattet mit Audioguides, die Sagrada Familia, die weltberühmte Kathedrale mitten in Barcelona, besichtigen durfte, während der gemütlichen Gruppe zwei weitere Stunden blieben, um sich zu verpflegen und anderen Freizeitbeschäftigungen nachzugehen. Mit dem Aufenthalt in der (übrigens noch immer nicht fertiggestellten) Kathedrale wurde eine weitere wichtige Sehenswürdigkeit der Stadt besucht, die uns mit ihrem imposanten Baustil, dem Modernismus, sehr beeindruckte.

Zurück im Hostel blieb uns kurz Zeit in den Zimmern, bevor wir uns erneut in den Bus begaben, um zu einem Supermarkt in Strandnähe zu fahren. Dort angekommen besorgten wir ausreichend Verpflegung, um anschließend am Strand nach einer kurzen Abkühlung im Meer das reichhaltige Picknick vorzubereiten. Den restlichen Abend ließen wir bei Musik und Tanz am Strand ausklingen.

Text: Antonia (Q11)

Bilder: Anja Schubert, Elke Schliermann, Matthias Aulbach, Luisa, Erik (Q11) 

Mittwoch, 17.07.19 – Tag 4: Prooooost!!

Nach einer relativ kurzen Nacht fuhren wir mit dem Bus nach Sant Sadurní d’Anoia, um dort Freixenet, die größte Sektkellerei der Welt, zu besichtigen. Wir waren in zwei Gruppen aufgeteilt und bekamen Einblicke in die Herstellung von Cava, der katalanischen  Variante des Champagners. Diese Führung wurde mit einer amüsanten Zugfahrt durch die Lagerkeller und einer Kostprobe abgerundet (Natürlich alkoholfrei für die Minderjährigen unter uns ;-))

Danach fuhren wir mit dem Bus weiter zum Kloster Montserrat, der Benediktinerabtei auf dem “zersägten Berg”. Dort erhielten wir eine kurze Führung von unserem Reiseleiter Lorenzo. In der Basilika konnten wir einen Blick auf die Schutzheilige Kataloniens, La Moreneta, erhaschen, die bei uns unter dem Namen “schwarze Madonna” bekannt ist. Anschließend gingen wir in Kleingruppen zum Mittagessen und fuhren dann mit dem Bus zurück zu unserer Unterkunft.

Dort angekommen gingen einige nochmal auf eigene Faust los, um die Stadt zu erkunden. Andere blieben im Hotel und genossen die Aussicht auf der Dachterrasse. Der Tag wurde mit dem Abendessen im Hostel und einem gemeinsamen Spieleabend abgeschlossen.

Text: Susanna, Anna, Hannah, Luisa, Luisa  (Q11)

Bilder: Annette Seberich-Düll, Anja Schubert, Elke Schliermann-Kraus, Matthias Aulbach  

Donnerstag, 18.07.19 – Tag 5: Altes, Neues und Magisches

Der heutige Tag begann wie üblich mit freiwilligem Frühsport und Frühstück im Hotel. Um 9 Uhr begaben wir uns auf einen Stadtrundgang und besichtigten zunächst das Musiktheater Palau de la Música Catalana. Dann ging es in die Altstadt, das sogenannte Bari Gótic, wo wir die beeindruckende Kathedrale und den Plaςa Sant Jaume besichtigten, auf dem das Regierungsgebäude der autonomen Gemeinschaft Kataloniens sowie das Rathaus Barcelonas stehen. Anschließend bewunderten wir die einzige vollgotische Basilika in Barcelona, die Santa María del Mar.

Anschließend hatten wir eine Stunde in der Altstadt  zur freien Verfügung. Einige kauften Souvenirs oder waren anderweitig shoppen. Darauf gingen wir in zwei Gruppen in das Picasso Museum und besichtigten die dort ausgestellten Kunstwerke. Daraufhin liefen wir über den Königsplatz, den Plaça Real, zu der bekanntesten der 40 Markthallen Barcelonas, dem Mercat de la Boquería. Dort und in der Umgebung hatten wir eine Stunde Zeit, um uns ein Mittagessen zu besorgen. Anschließend unternahmen wir eine Stadtrundfahrt per Bus mit unserem Reiseführer Lorenzo. Dabei ergriffen wir die Gelegenheit, ein Gruppenbild auf dem Montjuic  zu schießen, bevor wir über die Südseite Barcelonas zum Stadion der Fußballmannschaft FC Barcelona, dem Camp Nou, fuhren. Dort machten wir kurz Halt, um das Stadion von außen zu betrachten und den Shop zu besuchen. Die Rundfahrt endete mit der Fahrt quer durch Barcelona zurück zum Hotel.

Anstatt wie üblich im Hotel zu essen, besorgten wir uns eigenständig das Abendessen, beispielsweise auf der La Rambla oder im Taco Bell. Den Abschluss des Tages bildete die spektakuläre Wassershow an der Fuente Mágica nahe der Plaça de Espanya. Hierbei wurde mit Farbe und Musik eine tolle Kulisse geschaffen. Nach einer Stunde fuhren wir mit der Metro gemeinsam zurück zum Hotel und fingen fleißig an, Koffer zu packen.

Text: Tina, Mina, Pia, Annika, Ramona, Alina und Pauline

Bilder: Anja Schubert, Elke Schliermann-Kraus, Matthias Aulbach, Luisa, Pauline und Annika (Q11)

Freitag, 19.07.19 – Tag 6: Nice Tag

Heute Morgen um 6:30 Uhr ging es für die Frühsportler ein letztes Mal los zu ihrer Joggingrunde durch Barcelona, vorbei an der Sagrada Familia und dem Triumphbogen. Zurück im Hostel war es dann auch schon an der Zeit, die Koffer für die bevorstehende Heimfahrt am frühen Abend  zu packen. Nach der Kontrolle der Zimmer ging es für uns in Richtung Hafen, wo wir bei einer Bootsrundfahrt vom Meer aus einen neuen Blick auf die Stadt zu sehen bekamen. Anschließend durften wir uns wieder in Kleingruppen in die Stadt und an den Strand begeben, um dort die verbleibende Zeit bis zur Abfahrt zu verbringen. Gegen 17:45 Uhr machten wir uns dann schließlich auf den Heimweg nach Deutschland. Somit ist unser schöner Aufenthalt in Barcelona erfolgreich zu Ende gegangen.

Text: Ramona und Zhihao (Q11)

Bilder: Matthias Aulbach und Susanna (Q11)

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