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Zweite Bezirksschülersprecheraussprachetagung

 

Bericht von der zweiten Bezirksschülersprecheraussprachetagung 2019/20 vom 13. bis 14. Februar 2020 auf Burg Rieneck

 

Auch die zweite Bezirksaussprachetagung gab den Schülersprecherinnen und Schülersprechern aller unterfränkischen Gymnasien wieder die Gelegenheit, sich gemeinsam für alle Schülerinnen und Schüler einzusetzen, mit anderen Schulen aus der Umgebung in Kontakt zu treten und nicht zuletzt in spannenden Workshops und Vorträgen wichtige Kompetenzen eines Schülervertreters zu erlernen oder zu festigen. Als einzige Schule durfte das Franken-Landschulheim auch diesmal zwei Vertreter zur BAT entsenden – Yannik B, für das Gymnasium Gaibach und Vanessa B. für das Gymnasium der Gerolzhöfer Außenstelle.

 

 

Traditionell begann die Tagung mit einer kurzen „Aufwärmphase“, die vor allem dazu diente, erstmals anwesende Schülersprecher in die Gruppe aufzunehmen und die Stimmung ein wenig zu lockern. Anschließend stellten die auf der letzten BAT gewählten Bezirksschülersprecher Pauline B. (FRG Ebern) und Jan K.-W. (FLG Gemünden) den zeitlichen Ablauf der Tagung dar und informierten über die Ergebnisse der letzten Landesschülerkonferenz, welche über die im November gestellten Anträge abgestimmt und diese ggf. an das Kultusministerium weitergeleitet hatte. Aus Unterfranken wurde hierbei beispielsweise ein Antrag auf Fahrtkostenerstattung bis in die Oberstufe an das StMUK gestellt.

 

Gestärkt durch ein leckeres Mittagessen konnten die Schülersprecherinnen und Schülersprecher anschließend konzentriert einem Fachvortrag zum Thema „Klimawandel“, gehalten von Frau Dr. Theresa Nohl (FAU Erlangen-Nürnberg), lauschen. Die anschließende Diskussionsrunde bot – angeregt durch die neuen Fakten – eine Plattform zum Austausch über neue Mobilitäts- und Energiegewinnungsformen.

Anschließend hatten die gewählten Schülervertreter die Möglichkeit, (insbesondere rechtliche, jedoch auch einige persönliche) Fragen an die Ministerialbeauftragte Frau Zeyer-Müller für die am Freitag stattfindende Aussprache vorzubereiten.

 

Abermals konnten am Nachmittag in zwei Workshop-Phasen die Schülersprecherinnen und Schülersprecher ihre Kompetenzen aufbessern. Angeboten wurden unter anderem verschiedene Rhetorik-Workshops, ein Workshop zum Thema „Leadership und Teamführung“ sowie ein Umwelt-Seminar, in welchem ein umweltbewusster Schulalltag diskutiert werden konnte, angeboten. Zudem trafen sich in der zweiten Workshop-Phase diejenigen Teilnehmer erneut, die bereits auf der ersten BAT gemeinsam mit der Planung einer gemeinsamen Klimakonferenz begonnen hatten, um nun detailliert über den Ablauf und die Inhalte zu entscheiden.

 

Am Abend konnten die Schüler in einem Fortbildungskurs durch StR Martin Wolf, den Fachreferenten der Ministerialbeauftragten für die SMV, mehr zu ihren eigenen Rechten und Pflichten und den Rechten der Schülerinnen und Schüler erfahren, und erlernten darüber hinaus wichtige Methoden, konkrete rechtliche Fragen in den entsprechenden Gesetzestexten zu recherchieren, auf deren Basis zu argumentieren und diese anzuwenden.

 

Eine spannende und informative Projektbörse sorgte anschließend für den Dialog zwischen den Schulen, die sich gegenseitig von Projekten anderer unterfränkischer Gymnasien inspirieren lassen konnten. Auch das FLSH konnte hierbei mit seinen Projekten, welche wir unter dem Überbegriff „Miteinander – Füreinander“ präsentierten, überzeugen, sodass die Schülersprecher einige Fragen zum Thema FairTrade-Schule, zur Stiftung Menschen für Menschen, zum Projekt „Schule ohne Rassismus“ (welches aktuell von der SMV Gaibach in Angriff genommen wird) und verstärkt zur besonderen Zusammenarbeit zwischen den beiden Schulstandorten beantworten durften.

 

Der nächste Tag begann bereits recht früh mit dem Frühstück und einem kleinen Warm-Up, bevor die Ministerialbeauftragte für die unterfränkischen Gymnasien, die leitende OStDin Frau Zeyer-Müller, gemeinsam mit ihrem Mitarbeiter Herrn StD Schuster ihren Weg zu den Tagungsräumlichkeiten auf Burg Rieneck fand.

 

Pünktlich begann die gemeinsame Aussprache, in welcher auch in diesem Jahr einige spannende Fragen an Frau Zeyer-Müller gerichtet wurden, welche sie sehr gerne und bis ins Detail beantwortete. Ein Großteil der Zeit wurde hierbei vom Thema “Digitalisierung an bayerischen Schulen” eingenommen. Von Breitbandanschlüssen über Schulausstattung bis hin zu rechtlichen und finanziellen Hintergründen wurden hierbei einige Fragen geklärt. 

 

Letzter formeller Programmpunkt der Aussprachetagung war dann die Vorbereitungen von Anträgen an das Kultusministerium, welche von den Bezirksschülersprechern auf die nächste Landesschülerkonferenz mitgenommen werden. Die Themenfindung und die Antragsformulierung, die in Regional- bzw. Landkreisgruppen stattfand, erwiesen sich dabei nicht immer als einfach. Dennoch konnte am Ende über mehrere Anträge demokratisch abgestimmt werden. Vorgebracht werden auf der LSK so ein Antrag auf die verpflichtende Einführung eines Zweitprüfers zur Bewertung der Präsentation der W-Seminararbeit in der bayerischen Oberstufe sowie ein Antrag auf Einführung einer neutralen Gedenkminute als Ersatz für „klassisch-christliche“ Gebete am Beginn des Schultages.

 

 

Für uns kann auch diese Bezirksaussprachetagung wieder als absoluter Gewinn für die Arbeit unserer Schülersprecher und der SMV gewertet werden. Für die Gymnasien in ganz Unterfranken und letztlich für alle unterfränkischen und bayerischen Schüler sind diese Tagungen ein wichtiges Organ, ihrer Meinung Gehör zu schaffen.

 

Text und Bilder: Yannik B.

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