26. Januar 2026

Bienvenue au „Petit Village“: Ein Hauch von Frankreich in Gerolzhofen

Anlässlich des Deutsch-Französischen Tages verwandelte sich das Franken-Landschulheim in einen lebendigen Ort der Begegnung, an dem das Französischlernen nicht nur theoretisch, sondern ganz praktisch erlebt wurde.

Der Deutsch-Französische Tag erinnert alljährlich an die Unterzeichnung des Elysée-Vertrags im Jahr 1963. Dieser Meilenstein besiegelte die Versöhnung zwischen den einstigen „Erbfeinden“ und legte den Grundstein für eine tiefe Partnerschaft im Herzen Europas. Dass diese Freundschaft auch heute, über 60 Jahre später, lebendig ist, zeigten die Schülerinnen und Schüler in Gerolzhofen mit einer besonderen Aktion: dem „französischen Dorf“.

Sprachpraxis zwischen Café und Boulangerie

Das Highlight des Tages war die Simulation von französischen Alltagssituationen. In der Aula wurde ein „Petit Village“ (kleines Dorf) aufgebaut, in dem die französische Sprache zur einzigen Währung wurde. Die Schülerinnen und Schüler, die Französisch lernen, durften hier ihre Kenntnisse auf die Probe stellen.

Ob es die Bestellung eines „coca“ im Café war oder der Kauf von frischem Baguette und Croissants bei der „Boulangerie“ – kommuniziert wurde konsequent auf Französisch. Dabei schlüpften die älteren Schülerinnen und Schüler in die Rollen der Kellner, Baristas und Bäckereiverkäufer und sorgten für ein authentisches Markterlebnis.

„Ich kann es ja wirklich!“

Die Begeisterung unter den jüngeren Teilnehmern war greifbar. Viele von ihnen waren sichtlich stolz darauf, wie gut die Verständigung bereits funktionierte. „Wir haben fast alles verstanden.“, freute sich eine Schülerin aus der 6. Klasse. 

Das Erfolgserlebnis, sich selbstständig ein Croissant auf Französisch „gekauft“ zu haben, motivierte die Sprachanfänger sichtlich. So wurde der Deutsch-Französische Tag am Franken-Landschulheim zu einem vollen Erfolg, der gezeigt hat: Fremdsprachenlernen öffnet Türen – und in diesem Fall sogar die Tür zu einem köstlichen zweiten Frühstück

Text: Stephanie Ebert
Fotos: Martin Reisinger