11. März 2026

Wenn Theater die Schule inspiriert, gewinnen alle!

Im Herbst 2025 führte das Stadttheater Gerolzhofen unter der Regie von Silvia Kirchhof das Stück „Wunderland” auf und begeisterte sein Publikum nachhaltig. Zu den Zuschauern gehörten auch Schülerinnen des FLSH Schloss Gaibach, die von der Geschichte ihrer Heimat mehr als beeindruckt waren.

Als zu Beginn des Schuljahres Lehrkraft Sarah Gunawardena-Masch bekannt gab, dass sich ihr Politik- und Gesellschaftskurs am Schülerwettbewerb der Bundeszentrale für politische Bildung beteiligen würde, war den Schülerinnen und Schülern klar: Die Geschichte Gerolzhofens muss weitererzählt werden. Denn unter den ausgelobten bearbeitbaren Themen war auch: „Kriegsende vor 1945 vor Ort – Brüche und/oder Kontinuitäten?”

Mit ihrer Kursleiterin nahmen die Schülerinnen und Schüler Kontakt zu Silvia Kirchhof auf. Sie erklärte ihnen ihre Recherchen zur Geschichte Gerolzhofens und stellte weiterführendes Material zur Verfügung. Außerdem half sie, Interviews mit Zeitzeuginnen auszumachen und begleitete sie dabei. In mühseliger Arbeit erstellte der Kurs die für den Wettbewerb verlangte Multimediapräsentation, schnitt Videos und Audioaufnahmen und trug die wichtigsten Fakten zum Frauenaufstand und der Verarbeitung des damals Erlebten aus Büchern und Aufzeichnungen zusammen. Die Jury des Schülerwettbewerbs, dessen Schirmherr Bundespräsident Steinmeier ist, verlieh dem Leistungskurs Politik und Gesellschaft eine Drittplatzierung und ein Preisgeld von 100 €. Unter über 1.600 Einreichungen von deutschen Schulen aus dem In- und Ausland konnten sich die Schülerinnen und Schüler des FLSH durchsetzen. Besonders dankbar waren sie Silvia Kirchhof für ihre Unterstützung, Norbert Vollmann vom Stadtarchiv Gerolzhofen und den Zeitzeuginnen, die bereit waren, ihre Geschichten mit ihnen zu teilen.

Die Kursteilnehmerinnen und -teilnehmer zogen als Resümee, dass es nach wie vor schwierig ist, über die damaligen Geschehnisse zu sprechen, dass es jedoch wichtig sei, die Erinnerungen am Leben zu halten. Der Frauenaufstand von 1945 zeigte ihnen, dass es zwar Mut braucht, um sich für die richtige Sache einzusetzen, es aber noch mehr abverlangt, Erlebtes zu verarbeiten.

Text: Sarah Gunawardena-Masch/Bilder: Finn Massa Bulessich & Sarah Gunawardena-Masch