25. März 2026

Reflexionstag am FLSH – Zukunftspläne im Fokus

Ende Februar fand der letzte Tag des Aufbaumoduls zur Beruflichen Orientierung für die Schülerinnen und Schüler der Q13 statt. Dies war noch einmal ein besonders wichtiger Schritt: innehalten, reflektieren, austauschen – und dabei den Blick bewusst nach vorne richten. Der Reflexionstag bot Raum für intensive Gespräche über den individuellen Plan A und einen eventuellen Plan B nach dem Abitur und machte deutlich, wie vielfältig und durchdacht die Zukunftsvorstellungen unserer angehenden Absolventinnen und Absolventen sind.

Station 1: Plan A – Ziele konkretisieren und sichtbar machen

In der ersten Arbeitsphase stand der persönliche Plan A im Mittelpunkt. Bevor die Arbeitsphase beginnen konnte, suchten sich die Schülerinnen und Schüler der Q13 durch Finden von Gemeinsamkeiten zu ihrem Plan A wie beispielsweise derselbe Studiengang oder der gleiche Studienort einen Tisch. An jedem Tisch waren nur sieben Stühle, so mussten die Schülerinnen und Schüler untereinander im Gespräch bleiben, um diese Aufgabe innerhalb der ersten fünf Minuten zu meistern. Mithilfe digitaler Taskcards hielten die Gruppen ihre Ergebnisse der ersten Arbeitsphase strukturiert fest. Studienwünsche, Ausbildungswege, duale Studiengänge, Auslandsaufenthalte oder Freiwilligendienste – die Bandbreite der Perspektiven war beeindruckend. Durch die gemeinsame Sammlung wurden nicht nur individuelle Ziele geschärft, sondern auch Parallelen zwischen verschiedenen Berufs- und Studienfeldern sichtbar. Besonders gewinnbringend war der Austausch über konkrete nächste Schritte: Bewerbungsfristen, Zugangsvoraussetzungen, erforderliche Praktika oder Auswahlverfahren wurden zusammengetragen und gegenseitig ergänzt. Zudem wurden nicht nur die Gründe für den Plan A, sondern auch die Hilfestellungen wie Veranstaltungen oder Personen verglichen, die zum persönlichem Plan A führen.

Station 2: Plan B – Alternativen reflektieren und realistisch einschätzen

Im zweiten Teil des Tages rückte der Plan B in den Fokus. Dabei ging es nicht nur um mögliche Alternativen, sondern auch um eine realistische Einschätzung der Eintrittswahrscheinlichkeit des ursprünglichen Wunschweges. Die Schülerinnen und Schüler diskutierten folgende Fragen: Wie hoch ist die Zulassungsquote meines Wunschstudiengangs? Welche Zugangsbeschränkungen gibt es? Welche Alternativen passen zu meinen Interessen und Stärken? Worin unterscheiden sich Plan A und Plan B – und wo gibt es Gemeinsamkeiten? In den Gruppen wurden Unterschiede und Schnittmengen systematisch herausgearbeitet. Viele stellten fest, dass ihre Alternativpläne keineswegs „Notlösungen“, sondern gleichwertige Optionen darstellen. Diese Erkenntnis stärkte nicht nur die Entscheidungssicherheit, sondern auch die persönliche Flexibilität im Hinblick auf bevorstehende Bewerbungsprozesse.

Station 3: „Fragen über Fragen“ – Praktische Lebensplanung im Blick Die letzte Station widmete sich ganz bewusst den praktischen Aspekten des Erwachsenwerdens. Unter dem Titel „Fragen über Fragen“ recherchierten und diskutierten die Schülerinnen und Schüler Themen, die mit dem Start ins Studium oder in die Ausbildung unmittelbar verbunden sind: Wohnen am Studien- oder Ausbildungsort, Finanzierungsmöglichkeiten (BAföG, Nebenjob, Stipendien), Einschreibung an der Universität oder Anmeldung zur Ausbildung, Versicherungen, Verträge und organisatorische Schritte.

Hier zeigte sich besonders deutlich, wie wertvoll der Erfahrungsaustausch ist. Bereits gesammelte Informationen wurden weitergegeben, Unsicherheiten gemeinsam geklärt und offene Fragen direkt recherchiert. So entstand ein praxisnahes Wissensnetzwerk, von dem alle profitierten. Der Reflexionstag bildete damit einen gelungenen Abschluss des Aufbaumoduls zur Beruflichen Orientierung. Er machte deutlich, dass fundierte Entscheidungen Zeit, Austausch und kritische Selbstreflexion benötigen.

Die Q13 hat diesen Tag engagiert, verantwortungsbewusst und mit bemerkenswerter Offenheit genutzt.

Wir sind überzeugt: Mit klaren Zielen, realistischen Alternativen und gut recherchierten Informationen sind unsere Schülerinnen und Schüler bestens auf ihren nächsten Lebensabschnitt vorbereitet.

Text: Tobias Schasching/Bilder: Tobias Schasching