12. Juni 2026

Schülerinnen und Schüler staunen über innovativen Pflanzansatz: Maulbeerbäume für den grünen Pausenbereich

Wie wachsen junge Bäume ohne großen Pflegeaufwand und nachhaltig robust heran? Ein innovativer Pflanzansatz aus der Region liefert konkrete Antworten für bestimmte Standorte. Die N-ERGIE unterstützt das Franken-Landschulheim (FLSH) Schloss Gaibach bei der Umsetzung dieses Konzepts: Schülerinnen und Schüler der 6. und 7. Jahrgangsstufe am Gymnasium haben bei der Pflanzung verschiedener Bäume und Begleitgewächse mitgeholfen.

Der Ansatz wurde von dem Weißenburger Baumschulinhaber Gerd Meyer und dem Forstwirt Johannes Wagner entwickelt: Innerhalb eines abgegrenzten, geschützten Bereichs von 1,25 mal 1,25 Meter Fläche – einem so genannten Affolter – werden mehrere Bäume und Begleitgrün wie Sträucher gepflanzt. Ziel ist es, natürliche Wachstumsprozesse und Synergieeffekte zwischen den Setzlingen gezielt zu nutzen, um die für den jeweiligen Standort am besten passende Baumart zu ermitteln – und langfristig hohen Aufwand zu sparen.

Prinzipiell stehen drei Varianten zur Verfügung: Obstgehölze, klimaangepasste Schattenbäume oder klassische Waldbäume. Das FLSH Schloss Gaibach hat sich für kleinere Maulbeerbäume entschieden, die am Rand des grünen Pausenhofbereichs mit Begleitgewächsen wie Haselnuss und Weide gepflanzt wurden. „Vielen Dank an die N-ERGIE für die Möglichkeit, diese interessante Pflanzmethode kennen zu lernen und gleich umsetzen zu können – sogar mit Sitzbank und Wildbienen-Hochhaus“, so Eva-Maria Flederer und Marco König, die beteiligten Lehrkräfte. „Wir sind gespannt, wie es sich entwickelt.“ Claudia Jordan, zuständig für die N-ERGIE Schulinformation, bestätigt: „Auch wir werden die Entwicklung verfolgen und freuen uns sehr über das Interesse der sechsten und siebten Klassen, die beim Anlegen und Pflanzen dabei waren.“

Gemeinschaft fördert Wachstum und Widerstandsfähigkeit

„Wenn wir Setzlinge in Pflanzengemeinschaften statt isoliert ausbringen, profitieren sie voneinander, etwa bei der Versorgung mit Nährstoffen und Wasser“, erklärt Johannes Wagner. „Wir möchten vitale und widerstandsfähige Bäume entsprechend der örtlichen Bedingungen etablieren, und das möglichst ohne zusätzlichen Pflegeaufwand wie Bewässerung oder Rückschnitt. Die Pflanzfläche ist ohne Kunststoffe angelegt und nutzt natürliche Materialien wie Totholz und Laub. Das reduziert Verdunstung und schafft Lebensräume für Kleintiere.“

Der Ansatz orientiert sich an natürlichen Waldstrukturen und überträgt diese auf urbane Flächen wie Straßenränder oder Parks. Durch die dichte Bepflanzung entsteht ein Mikroökosystem, das Witterungseinflüssen besser standhalten und unterschiedliche Bodenbedingungen gut ausgleichen kann.

Weitere Infos hier unter www.n-ergie.de/n-ergie/schulinformation/ und hier im
N-ERGIE Magazin unter https/magazin.n-ergie.de.

Text und Bilder: Marco König/Bilder: Eva-Maria Flederer